Sonntag, 13. Mai 2012

Tsusakis Geschichte (Beste Freundin von Matilda)


Angekommen im Speisesaal, bemerkte die Patientin, dass es ziemlich voll war und trotz des trüben Tages und der Umgebung schien die allgemeine Stimmung heiter zu sein. Das war selten, denn im Démon de Sang gab es keine Gründe, um erheitert zu sein oder gar zu lachen. Überall konnte man das Elend erkennen, dass die Patientin dieser Einrichtung keine Hoffnungen mehr hegten und sich selbst aufgegeben hatten. Matilda stellte sich an der Essensausgabe an und bestellte ihr Frühstück, bestehend aus Rührei und einem Brötchen. Danach setzte sie sich zu Tsusaki, einer ihrer engeren Freundinnen hier im Démon de Sang. Am Anfang konnte Matilda nicht verstehen, warum die 16 Jährige Tsusaki hier war. Doch nach circa einer Woche fing es an, dass das japanische Mädchen Matilda piesakte und sie böse anblickte. Irgendwann, mitten während des Essens kam Tsusaki auf das Mädchen zu und wollte mit einem Messer auf sie einstechen und beschimpfte sie, dass es nur Matildas Schuld sei und sie doch verrecken solle. Aber Tsusaki nannte Matilda nicht bei ihrem Namen, sondern nannte sie Asuka-san. Es waren drei Pfleger nötig, um das durchdrehende Mädchen zu beruhigen und in ihr Zimmer zu bringen. Matilda wusste nicht, was sie falsch gemacht hatte und wieso Tsusaki sie so nannte, doch später erklärte ihr Yoshiro unter Vorbehalt, dass Tsusaki von ihrer Mutter früher misshandelt wurde und ihr Gesicht, doch Tsusaki wollte am Anfang nicht darüber reden und hat sich jedesmal verschlossen, wenn das Thema Mutter angesprochen wurde oder ist wieder durchgedreht.
Später konnte Matilda mit Tsusaki darüber reden, aber dies erforderte viel Verständnis und viel Arbeit, da sich die beiden Mädchen erst anfreunden und ihr gegenseitiges Vertrauen gewinnen mussten. Als Tsusaki ihr alles erzählte, wurde Matilda schlecht und sie musste sich auch einmal übergeben. Diesen Tag würde sie niemals wieder vergessen.
Tsusakis Mutter war eine Schönheitsfanatikerin und meldete Tsusaki bei jedem Schönheitswettbewerb an und wurde nicht mindestens der zweite Platz belegt, wurde das Mädchen bestraft. Tsusaki tat alles, um die Liebe ihrer Mutter zu bekommen, also gab sie sich allem hin und wurde in der Region Hokkaido bekannt für ihre Schönheit und ihren Ehrgeiz zu gewinnen. Eines Tages, bei einem nationalen Schönheitswettbewerb wurde die Kandidatin nicht einmal unter die Top 10 gewählt und brachte somit den Zorn ihrer Mutter über sich. Als sie daheim waren, wurde das Mädchen mit einer selbstgebastelten Dornenpeitsche, bestehend aus Lederbändern, an deren Spitzen sich Rasierklingen befanden 10 Minuten lang geschlagen, um danach in eine Wanne voller Schwefelsäure gesteckt zu werden und dazu gezwungen zu werden, sich mit einer Stahlwolle am ganzen Körper zu reiben, bis sich die Haut vom Fleisch löste, aber sie durfte immer noch nicht aufhören, sie musste dieselbe Prozedur mit ihrem Gesicht machen, bis man sie nicht mehr erkennen konnte. Erst dann wurde sie aus der Wanne gezerrt und ihre Mutter rasierte ihr mit einem stumpfen und rostigen Rasiermesser den Kopf, wobei sie nicht zimperlich mit ihr umging und ihr viele Wunden zufügte. Nachdem Tsusaki bis zur Unendlichkeit verschandelt wurde, durfte sie sich in ihrem Zimmer in die Ecke stellen und über ihre Fehler nachdenken. Am nächsten Morgen fand ihr Vater sie so vor, am ganzen Körper blutend, zitternd und verstört. Er wusste nichts davon und rief sofort den Krankenwagen, doch im Krankenhaus konnte man herzlich wenig für sie tun, man hat ihr mit Hautimplataten versucht ihr Hautbild wiederherzustellen, doch ihr früheres Aussehen konnte niemals wieder hergestellt werden. Ihre Psyche war vollkommen zerstört und mehrere Wochen war Tsusaki nicht mehr ansprechbar und niemand wusste was passiert war, ihre Mutter spielte die Scheinheilige, bis das Mädchen wieder anfing zu sprechen, da verschwand Asuka plötzlich und ist bis heute noch nicht wieder aufgetaucht.
Als Tsusaki damals mit ihrer Geschichte fertig war, war Matilda am Boden zerstört und weinte bitterlich, um Tsusakis Leben, um ihre gestohlene Kindheit. Die Schönheit war nicht so wichtig, wichtig war, dass das Mädchen niemals Spaß hatte, Kind sein durfte. Wie konnte eine Mutter ihrer eigenen Tochter derartiges antun?